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Erbstücke -
Schatz oder Schund?

Fotos: ZDF/Frank W. Hempel

Die Perlenkette von Oma, die Brosche von der Patentante, die Trauringe der Eltern – der emotionale Wert von Schmuckstücken ist unermesslich, der materielle hingegen nicht. Schmuckgutachter sind darauf spezialisiert, ihn in Euro und Cent zu beziffern.

Wer Schmuckstücke geschenkt bekommt oder erbt, weiß in der Regel nicht, was sie einmal gekostet haben beziehungsweise wie hoch ihr aktueller Marktwert ist. Doch dieser Wert ist wichtig. Und zwar nicht nur, um die eigene Neugier zu befriedigen oder eine Preisvorstellung zu haben, falls der Schmuck verkauft werden soll, sondern auch für die Versicherung, die bei Einbruch, Verlust oder Diebstahl haftet. Es ist also auf jeden Fall sinnvoll, den Wert bestimmen zu lassen! 

Bares für Rares

Nicht selten kommt es bei diesen Schätzungen zu Überraschungen für die Besitzer. Der vermeintlich kostbare Familienschatz entpuppt sich womöglich als billiger Tand, während ein kleiner, unscheinbarer Ring durchaus auch mal ein Vermögen wert sein kann. Auf diesem Unsicherheitsfaktor basiert der Erfolg der Fernsehsendung „Bares für Rares“, die in Köln produziert wird. Aus der ganzen Republik pilgern allwöchentlich Menschen in die Domstadt, um ihre Wertgegenstände von dem Experten-Team um Moderator Horst Lichter schätzen zu lassen und dann direkt an den Mann zu bringen. Neben Gemälden, Antiquitäten, Porzellan und alten Technikprodukten liegt der Fokus der erfolgreichsten Nachmittagssendung des ZDF auf Schmuck. Mit der Diamantgutachterin und Kunsthistorikerin Dr. Heide Rezepa-Zabel hat „Bares für Rares“ für den Bereich Schmuck und Uhren eine der renommiertesten Expertinnen Deutschlands engagiert. Die unabhängige Gutachterin ist seit dem Start des Erfolgsformats im Jahre 2013 festes Mitglied des Expertenstamms. 

Nun ist es sicherlich nicht jedermanns Sache, mit dem geerbten Familienschmuck gleich in einer Fernsehsendung aufzutreten. Doch wie findet man an einen seriösen Gutachter? Der Markt ist für Laien unübersichtlich und kompliziert. Glücklich, wer bereits einen Juwelier seines Vertrauens hat. Ansonsten empfiehlt es sich, einen unabhängigen Gutachter aufzusuchen, der selbst keinen Schmuck ein- oder verkauft. Bevor man einen Sachverständigen beauftragt, klopft man am besten dessen Kompetenzen ab, so wie man es ja bei einem Rechtsanwalt oder Klempner auch tun würde: Wo hat er sein Handwerk gelernt? Wieviel Erfahrung hat er? Hat er einschlägige Referenzen vorzuweisen? Genießt er einen guten Ruf?

Unter der Lupe

Misstrauen ist unbedingt angesagt, wenn jemand den Schmuck nur kurz anschaut und direkt mündlich eine „Hausnummer“ nennt. Ein seriöses Gutachten erfolgt immer schriftlich! Um einen reellen Preis zu bestimmen, sind viele Informationen nötig. Entscheidende Faktoren sind nicht nur der reine Materialwert, sondern beispielsweise auch die Reinheit, Farbgebung und der Schliff der gefassten Steine. Ein verantwortlicher Gutachter nimmt ein Schmuckstück immer sorgfältigst unter die Lupe und unterstützt die visuelle Prüfung durch messtechnische Untersuchungen, zum Beispiel zur Prüfung der Echtheit eines Edelsteins. Im Gutachten werden das Schmuckstück und seine Bestandteile bezüglich ihres Zustandes, ihrer Qualität sowie die Maße und Gewichte des Metalls und der Steine genau beschrieben. Dazu gehört am besten auch noch eine Abbildung der betreffenden Stücke. 

Übrigens: Zu den teuersten Goldschätzen, die je in der Sendung „Bares für Rares“ den Besitzer wechselten, gehört eine im Jahr 1648 geprägte 10-Dukaten Goldmünze. In Staffel 7, Folge 44 vom 28. Oktober 2016 erbrachte ihr Verkauf 25000 Euro. 

„Bares für Rares“ wird von montags bis freitags um 15.05 Uhr gesendet und gilt als die erfolgreichste ZDF-Daytime-Show: Täglich fiebern über zweieinhalb Millionen Zuschauer mit, wenn es heißt: edle Rarität oder wertloser Krimskrams? Seit 2013 wurden bereits mehr als 450 Folgen in sieben Staffeln ausgestrahlt. Die Sendung wird unter anderem in den Balloni-Hallen in Köln und im Walzwerk Pulheim aufgezeichnet.

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