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Schwere Kost

Foto: Roy Rochlin / Getty Images

Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton spielt neben Stars wie Jake Gyllenhaal und Steven Yeun in der neuen Netflix-Produktion „Okja“ mit: ein märchenhaft anmutender Film über die Grausamkeit der Massentierhaltung. Magic Moments fragte nach.

In „Okja“ geht es um ein Mädchen, das Freundschaft mit einem Hausschwein schließt. Hatten Sie auch schon einmal eine so enge Verbindung zu einem Tier? 

Tiere bedeuten mir sehr viel, das war schon in meiner Kindheit so. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Als Mädchen hatte ich ein Pferd namens „Major“, das ich über alles geliebt habe. Dieses Tier war mein ein und alles, und ich konnte es immer kaum erwarten, zu „Major“ in den Stall zu gehen. Man könnte durchaus sagen, dass dieses Pferd mein „Okja“ war. Meine Eltern haben es mir geschenkt und ich habe mich diesem Tier ganz nahe gefühlt. „Major“ war mein Verbündeter in der Welt der Erwachsenen. 

Ein weiteres Thema des Films ist die industrielle Massentierhaltung. Wie sieht es mit Ihrem Fleischkonsum aus?

Ab und an kommt mal etwas Wild auf den Teller. Aber im Grundsatz habe ich mich dazu entschieden, mich ohne Fleisch zu ernähren. Und das klappt auch ganz gut. Schwein esse ich auf keinen Fall. Was mir auch wichtig ist, dass ich weiß, woher die Lebensmittel kommen, die ich esse. Am meisten schätze ich es, wenn ich sie in meinem eigenen Garten angebaut habe. Es ist wie mit den Eiern, die meine Hühner gelegt haben – es sind die besten der Welt. Es gibt keine Eier, die besser schmecken. 

Okja“ ist eine Eigenproduktion des Streamingdienstes Netflix, der wie andere Streamingdienste auch in der Kritik steht, die Zukunft des Kinos zu zerstören. Wie sehen Sie das? 

Es gibt keinen Grund, Angst zu haben. Denn es ist genug Platz für alle da, für die Streamingdienste und für das Kino. Es ist sogar eine spannende, lebendige Zeit, denn als Filmemacher hatte man noch nie so viele Möglichkeiten wie heute. Ich gehe ins Kino und ich streame. Das ist ja das Großartige. Beides ist heute möglich. Und Streamingdienste wie Netflix oder Amazon Studios unterstützen ja gerade sehr ambitionierte Filmemacher. Das Kino wird nicht aussterben – es ist eine sehr flexible, robuste und langlebige alte Lady. 

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