Weil dein Leben magisch ist

Follow us on Instagram Like us on Facebook
Magic Moments Logo

Genie und Wahnsinn

Foto: Matt Winkelmeyer/Getty Images

Der Schweizer Bildhauer Alberto Giacometti galt schon zu Lebzeiten als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Magic Moments sprach mit US-Schauspieler Armie Hammer, der in der britischen Filmbiographie „Final Portrait“ Geoffrey Rush als exzentrischem Künstler Giacometti Modell sitzt.

Im Biopic „Final Portrait“ spielen Sie einen Kulturjournalisten, der dem berühmten Alberto Giacometti Model sitzt. Welche Schnittmenge haben Sie während der Dreharbeiten zwischen Schauspiel und Malerei entdeckt? 

Der Zuschauer sieht in unserem Film, wie Alberto Giacometti (gespielt von Oscarpreisträger Geoffrey Rush) den schwierigen Prozess erlebt, dieses Porträt fertig zu stellen. Dieser Schaffensprozess ist nicht einfach, Selbstzweifel spielen eine große Rolle. Doch ich glaube, jeder kreative Mensch muss sich diesen Herausforderungen stellen. Auch ich versuche, als Schauspieler mit jeder neuen Rolle Perfektion zu erreichen. Doch ich muss jedes Mal wieder feststellen, dass es mir nicht gelingt. 

Ihr Ur-Ur-Großvater hat in den USA die kommunistische Partei mitgegründet. Ihr Ur-Großvater war ein Öl-Tycoon und angeblich fließt sogar das Blut eines Cherokee-Häuptlings in Ihren Adern. Wann wird Ihre Familiengeschichte verfilmt? 

Das war tatsächlich schon in Planung. Und für mich war auch eine Rolle vorgesehen. Man wollte, dass ich meinen Ur-Ur-Großvater spiele. Der war allerdings untersetzt und klein und ich bin im Gegensatz groß und schlank. Es würde also nicht so wirklich passen. Und so habe ich mich mit dem Projekt nicht weiter beschäftigt. Es gab aber auch Schauspieler in meiner Familie. Daher kommt auch mein Gen-Deffekt, vor der Kamera stehen zu müssen...lacht

Wie würden Sie reagieren, wenn Ihre Kinder auch Schauspieler werden wollen? 

Ich glaube, das würde mir nicht gefallen. Es ist ein Beruf mit vielen Risiken. Außerdem muss man lernen, mit der ständigen Zurückweisung und Ablehnung bei Castings klarzukommen. Ein Kind sollte dem nicht ausgesetzt sein. Ich würde es so machen wie meine Eltern. Ich wollte schon mit 12 Jahren Schauspieler werden. Das haben sie mir verboten. Es hieß: Wenn Du erwachsen bist und immer noch interessiert bist, kannst du machen, was du willst. Sie hofften, ich vergesse es bis dahin, was aber nicht der Fall war. 

Der Film „Final Portrait“ läuft seit dem 04.08.2017 in den deutschen Kinos. 

Zurück