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Zeit für Extreme

Foto: Samir Hussein/Getty Images

Der neue Psychothriller „Mother“ mit Oscarpreisträgerin Jennifer Lawrence in der Hauptrolle ist äußerst verstörend. Doch der Schauspielstar wollte genau das: in einem extremen Film mitspielen, der nicht jedem gefällt.

Normalerweise spielen Sie in Filmen mit, die fast jeder mag. „Mother!“ polarisiert und wurde auf der Premiere in Venedig gleichzeitig ausgebuht und gefeiert. Wie fühlt sich das an?

Es gibt Zuschauer, die diesen Psycho-Thriller, in dem ich die Frau eines Schriftstellers spiele, regelrecht hassen. Aber ganz ehrlich? Mir gefällt diese extreme Reaktion. Wir wussten ja vorher, was für eine Art Film wir machen. Dieser Film ist eine offene Provokation, man fühlt sich an vielen Stellen körperlich regelrecht unwohl. Es ist, als ob du jemandem den Finger direkt ins Auge stichst. Es ist diese Art Film, die du nur lieben oder absolut hassen kannst. Dazwischen existiert nichts.

 

In den harmloseren Szenen sehen wir Sie als Heimwerkerin, die in ihrem Haus Wände verputzt und für die Inneneinrichtung verantwortlich ist. Haben Sie dafür tatsächlich Talent?

Ich gebe zu, ich hatte Unterricht im „Wände verputzen“. Ich richte aber wirklich gerade selbst mein Haus ein und war fest überzeugt, dass ich diese Dinge jetzt auch selbst machen kann. Ich war sogar wild entschlossen. Aber meine Kollegin Michelle Pfeifer hat mich gewarnt. Sie hat das nämlich selbst versucht und meinte, es wird wesentlich günstiger, wenn man gleich von Beginn an einen professionellen Handwerker beauftragt und keinen, der dann später meinen Pfusch korrigieren muss. Aber es macht mir großen Spaß, dieses Haus einzurichten. Ich hatte gerade ein paar Tage frei und muss erst einmal herausfinden, was mein persönlicher Stil ist. Normalerweise lebe ich ja ständig in Hotels.

 

Sie haben vor kurzem einen öffentlichen Brief geschrieben, in dem Sie sich für die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen einsetzen. Was muss sich ändern?

Es muss sich einiges ändern, aber natürlich nicht nur in Hollywood. Ich habe diesen Brief ja nicht geschrieben, weil ich signalisieren will, ich hätte nicht genügend Millionen Dollar Gage bekommen. Ich finde es einfach unfair, dass Frauen in vielen Bereichen immer noch wesentlich schlechter bezahlt werden als Männer. Ich habe Hollywood nur als Beispiel gewählt, weil das die Arbeitswelt ist, in der ich mich auskenne. Mir geht es um Gleichberechtigung.

 

Der Film „Mother“ läuft seit dem 14.09.2017 in den deutschen Kinos

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