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70. Filmfestspiele Cannes

Foto: Venturelli/Getty Images

Die Magie von Cannes

Die 70. Filmfestspiele in Cannes haben begonnen. Die Hamburger Journalistin Bettina Aust hat sich für Magic Moments an der Côte d'Azur umgesehen. 

Foto: Gisela Schober/Getty Images

Auch mit geschlossenen Augen weiß man in diesen Maitagen sofort, dass man in Cannes ist. Die milde Luft riecht nach Jasmin und teuren Parfums. Die Filmfestspiele in Cannes haben ihre ganz eigene Magie. Jedes Jahr wieder. Es ist diese einzigartige Mischung aus Kunst und Glamour, die den besonderen Reiz des Festivals an der Côte d'Azur ausmacht – in diesem Jahr nun zum 70. Mal.

Es gab Jahre, in denen es zur Eröffnung geregnet oder gar gestürmt hat. Doch der Himmel strahlt azurblau, als am Abend die Stars in eleganter Abendrobe über den roten Teppich zum Palais des Festivals schreiten. Die Sonne scheint noch so intensiv, dass US-Schauspielerin Susan Sarandon ihre Sonnenbrille trägt. Keine korrespondiert so perfekt mit dem roten Teppich wie Juliane Moore im roten Abendkleid von Givenchy (Schmuck: Chopard) und den roten Haaren. Die französische Schauspielerin Charlotte Gainsbourg überrascht mit neuer Kurzhaar-Frisur und silbergrauem Mini-Kleid. Weitere Glamour-Frauen sind Jessica Chastain, Robin Wright, Monica Belucci, Oscar-Preisträgerin Marion Cotillard, Eva Herzigova, Uma Thurman, Lily-Rose Depp und Elle Fanning. Die Auftaktzeremonie moderiert die italienische Schauspielerin Monica Bellucci. Im Anschluss wird der Film „Les Fantômes d’Ismaël“ (Ismaels Geister) von Regisseur Mathieu Amalric gezeigt, der als Bond-Schurke seinen internationalen Durchbruch feierte.  

Foto: Antony Hones/Getty Images

Es ist immer wieder faszinierend, dass am Ende doch alles fertig wird – wenn auch in letzter Sekunde. Einen Tag vor Beginn des Festivals verlegen Handwerker unter Hochdruck den roten Teppich – da klingt die Croisette noch wie eine Großbaustelle. Doch nun ist es geschafft, die Filmfestspiele sind eröffnet, die Stadt schaltet in den Feier-Modus um.

Bis zum 28. Mai konkurrieren 19 Beiträge um die Goldene Palme für den besten Film. Darunter ist auch das Drama „Aus dem Nichts“ des aus Hamburg stammenden Regisseurs Fatih Akin mit Hollywoodschauspielerin Diane Kruger in der Hauptrolle – ein Großteil des Films wurde in Hamburg gedreht. Es ist eine Geschichte um eine Mutter, die bei einem Bombenanschlag Mann und Sohn verliert, verdächtigt werden Neonazis. Magic Moments drückt die Daumen für Fatih Akin. Denn mittlerweile ist es mehr als drei Jahrzehnte her, dass mit Wim Wenders ein deutscher Regisseur den Hauptpreis des wichtigsten Filmfestes des Welt gewonnen hat. Die deutsche Regisseurin Maren Ade war mit ihrem Film „Toni Erdman“ im vergangenen Jahr der Liebling der Herzen, ist aber leider leer ausgegangen. Als kleine Entschädigung hat sie in diesem Jahr einen Preis in der Jury bekommen, neben den US-Schauspielern Jessica Chastain und Will Smith. Den Vorstiz der Jury hat in diesem Jahr der spanische Filmemacher Pedro Almodóva. 

Weitere Highlights sind Michael Hanekes „Happy End“ mit Isabelle Huppert, Todd Haynes „Wonderstruck“ mit Julianne Moore und Michelle Williams, „Rodin“ mit Vincent Lindon in der Hauptrolle und Sofia Coppolas „Die Verführten“ mit Nicole Kidman, Elle Fanning, Kirsten Dunst und Colin Farrell. Nicole Kidman ist in diesem Jahr gleich mit vier Filmen in Cannes vertreten – das ist rekordverdächtig. Neben der Filmkunst wird natürlich wieder gefeiert, das Kino und das Leben, mit reichlich Champagner und französischem Charme. 

www.festival-cannes.com/en

Foto "red carpet": Festival de Cannes

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